Deutsche Söldner im Ausland

Söldner ist ein uralter Beruf. Es gab in der Antike und im Mittelalter Söldner und es gab später auch deutsche Söldner und gibt sie noch heute. Die Definition des Begriffes Söldner ist nicht ganz einheitlich. Nach der UN-Definition sind Söldner Soldaten, die bei Kampfhandlungen teilnehmen, ohne zu einer der Konfliktparteien zu gehören und auch nicht von Drittstaaten offiziell zu dem Einsatz entsandt worden.

Sie werden speziell für ihre Einsätze angeworben und bezahlt und gehören nicht zu staatlichen Organisationen. Diese Definition hat Mängel, weil zum Beispiel die französische oder spanische Fremdenlegion oder Militärberater und Instrukteure durchaus Söldner sind, aber ihr Einsatz sehr wohl von der jeweiligen Regierung abgesegnet wird. Eine weitere Definition eines Söldners spricht von Menschen, die zeitlich begrenzt, vertraglich gebunden und gegen Bezahlung an bewaffnenden Konflikten fremder Staaten teilnehmen.

Eine dritte Definition schließlich nennt auch alle die Leute Söldner, die bei privaten Sicherheits- und Militärunternehmen angestellt sind und großen Wirtschaftsunternehmen wie Gold- und Edelsteinminen als militärische Wachleute dienen, Handelsschiffe vor Piraten schützen als private Miltär-Berater oder Polizeiausbilder in fremden Staaten tätig sind. Sie leisten auch Transportaufgaben oder betreiben Gefangenenlager. Zumindest in dieser Grauzone sind auch deutsche Söldner tätig. Die meisten von ihnen sind ehemalige Bundeswehrangehörige oder Ex-Polizisten. Wie es heißt, soll die Bundeswehr sogar teilweise die Ausbildung ausscheidender Soldaten für den Einsatz als deutsche Söldner in den privaten Sicherheitsfirmen finanzieren und mit privaten Militärfirmen kooperieren.

Aber deutsche Söldner in ausländischen Söldner-Firmen sind nicht all zu häufig. Auch andere Staaten haben ihre Streitkräfte abgebaut und verschlankt und viele Soldaten haben ihren Job verloren. Andererseits gibt es natürlich auch eine ständig steigende Nachfrage an Eingreiftruppen bei immer mehr lokalen Konflikten und Konfrontationen und bei Hilfsmissionen, die von den regulären Armeen aus verschiedenen Gründen nicht mehr erbracht werden können. Deutsche Söldner sind dabei mit im Boot, aber sehr viel mehr US-Amerikaner, Briten, Franzosen und Israelis. Trotzdem interessieren sich natürlich auch einige junge Menschen aus Abenteuerlust und Reiselust für einen entsprechenden Job. Ihn zu finden ist trotzdem nicht leicht und er eignet sich auch nur für körperlich sehr fitte und psychisch stabile Menschen. Auch das deutsche Söldner unendlich viel Geld verdienen, ist eher ein Gerücht, als Realität.

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